Zisterziensermuseum Kloser Walkenried
UNESCO-Welterbe
Kloster Walkenried
Oberharzer Wasserwirtschaft
Erzbergwerk Rammelsberg
Altstadt von Goslar
Kloster Walkenried – Teil des UNESCO Weltkulturerbes Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft

Bedeutendstes und größtes vorindustrielles Energieversorgungssystem

Schon vor 800 Jahren hat das Wasser im Oberharz als entscheidende Kraftquelle die Wasserräder der Berg- und Hüttenwerke angetrieben. Im frühen 13. Jh. entwickeln die Walkenrieder Mönche als bedeutende Berg- und Hüttenherren erste Systeme zur Wasserversorgung ihrer eigenen Montan- und Teichwirtschaft und sind damit die Väter der Oberharzer Wasserwirtschaft. Ihr Kloster war somit die wirtschaftliche Betriebszentrale des sich ab 1225 bei Seesen am Harz entwickelnden Industriegebiets mit Teich- und Grabensystem (Pandelbachtal) und des zeitgleichen Oberharzer und Rammelsberger Bergbaus.

Dort am Rammelsberg ist Walkenried vermutlich seit der 2. Hälfte des 12. Jhs. mit der Realisierung modernster Wasserwirtschaftssysteme befasst, dort hält das Kloster 25 % der Grubenanteile, dort sind die Mönche gemeinsam mit der Bergbaustadt Goslar fast drei Jahrhunderte die bedeutendsten Bergherren.

Einzigartiges Zeugnis der Walkenrieder Mönche als Rammelsberger Bergherren ist die in Gewölbetechnik ausgemauerte Radstube, das „Feuergezäher Gewölbe“ aus dem 13. Jh., gelegen in dem Teil des Rammelsberges, der ehemals dem Kloster zugehörig ist, das neben hydrotechnischen Erfahrungen auch über profunde Kenntnisse in der Technik des Gewölbebaus verfügt.

Die klösterliche Betriebszentrale dieser wassertechnisch versierten Mönche weist eine herausragende bauliche Sonderform auf: Der nördliche Flügel des Kreuzgangs ist zweischiffig. Mit seinem außergewöhnlichen künstlerischem Anspruch und Raumeindruck, mit seiner Rhythmisierung durch die Rundstützen, dabei lichtdurchflutet und geprägt durch den unverwechselbaren Hallencharakter, ist er seit jeher architektonisches Alleinstellungsmerkmal und „Markenzeichen“ Walkenrieds.